An die Zentralstelle des Martin-Luther-Bundes e.V,

 

Betreff: Spende für das Alten- und Pflegeheim "Dr. Carl Wolff" Hermannstadt

 

Sehr geehrte Frau Ludwig,

 

Mit Verspätung möchte ich mich auf diesem Wege für die Spenden bedanken, die wie folgt für die Arbeit im Alten- Pflegeheim "Dr. Carl Wolff" in Herrmannstadt eingegangen sind: Dezember 2011 - 1000 Euro und Februar 2012 - 800 Euro.

Wir haben uns über diese Spenden sehr gefreut. Da im Jahr 2011 der Bereich Pflegemittel und Medikamente durch anhaltende Preissteigerungen stark belastet war, haben wir uns sehr gefreut, dass wir auf diese Geldspenden zurückgreifen konnten, um für den Jahresbeginn 2012 Windeln, Verbandsmaterial und wichtige Medikamente für unsere Bewohner einkaufen zu können. Herzlichen Dank, dass Sie uns dies ermöglicht haben!

Zu den Preissteigerungen gesellt sich auch die Tatsache, dass wir immer öfter schwere Pflegefälle in unser Heim aufnehmen. Es sind Senioren und Seniorinnen die alleine in den Dörfern zurückgeblieben sind, die Strukturen des evangelischen Gemeindelebens sind auseinandergebrochen und die Leute sind hilflos. Es gibt in vielen Gemeinden keinen Arzt, keine Krankenschwester oder jüngere Menschen, die der älteren Generation unter die Arme greifen könnten. Wenn Krankheit und Altersschwäche dort Menschen ans Bett binden, merkt man das oft gar nicht. Und wenn jemand auf diese Ärmsten aufmerksam macht, sind sie auf Hilfe angewiesen. Es dauert oft sehr lange bis wieder etwas Lebenswillen bei diesen Bewohnern aufflammt. Sie sind aber dankbar, dass sie sächsisch sprechen können, dass es ein warmes Essen gibt, und Menschen da sind, die ihren Geschichten lauschen. Sie sind auf intensive Pflege angewiesen. Wir danken Ihnen für die Spenden. Es war für uns eine Hilfe im Pflegebereich einen Teil der steigenden Kosten zu decken. Deswegen an dieser Stelle nochmals ganz, ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

 

Mit freundlichen Grüßen,

Ortrun Rhein